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WIR SIND DIE ZUKUNFT

Forschungslabor / Research lab

Zeitreise
Time Travel

Fenster- und Foyerausstellung

Februar bis August 2018

 

BadaboomBerlin und Benjamin Hohnheiser

 

Fensterausstellung Badaboom Berlin

Weiße Fläche fangen Licht und werfen Schatten, werden zu vieldeutigen Objekten. Zeit und Raum brechen auf. Stehen still.

Je nach Tageszeit verändern sich die Atmosphäre wie auch der Blick von Außen nach Innen – und umgekehrt.

http://badaboom.berlin

 

Zeitfenster von Benjamin Hohnheiser

Die interaktive Installation »Zeitfenster« ermöglicht dem/der Betrachter*in ein  Zusammentreffen mit der Vergangenheit und eine veränderte Zeitwahrnehmung. Gleichzeitig sendet der/die Betrachter*in eine Nachricht in die Zukunft. So entsteht ein Kommunikationsraum aus verschiedenen Zeiten. 

http://benju.net

 

Large, white surfaces in shop windows become ambiguous objects – commentary on spaceships, futuristic cities, flowing spaces. Accompanied by an interactive window through time in the foyer.

 

Im Rahmen des Festivals WIR SIND DIE ZUKUNFT gefördert von:

 

Zwischen_Welten (In_Between_Worlds)

»Zwischen Welten« sind spekulative Arbeiten zwischen Skulptur und digitalen Medien. Die ausgestellten Dioramen werden durch QR-Codes ergänzt, über die interaktiv Inhalte zu den jeweils abgebildeten und umschriebenen Zukunftsvisionen abgerufen werden können.
An interactive exhibition caught between sculpture and digital media, in which dioramas with QR codes reveal glimpses of the future.

The technology sector deals out almost prophetic optimism while politicians are still busy processing the “post-factual” times we live in (a term popularised by our very own chancellor). Artificial Intelligence is disrupting the job market, platform capitalism is allowing all of us to share everything and somehow still generate value for us and the platform owners, and the Blockchain promises to turn financial transactions upside down, to end corruption and to finally enable us to distribute wealth evenly and across physical and virtual borders. By intertwining physical and virtual space, technology companies, , much more so than politicians, have realized that the rhizomatic structures of our everyday can be ideologically shaped and formed.
Silicon Valley already simulates General Basic Income, simply because it needs the concept for its future business models. Uber builds a platform of self-employed cab drivers that are already being told that they’ll be replaced by robot cars. But hey, work has to be re-thought anyway.
While reasonable arguments seem to hold no more agency in discourse in the socio-political sphere, the tech world is merrily designing ever more ridiculous visions of the future that paint our contemporary times as a mere shadow to the bright visionary futures of basic income, self driving cars, and virtual and mixed realities.
The Speculative is replacing our perception of the here and now. A good enough reason to participate in speculating about the future!
By creating prototypical sculptural dioramas of possible future situations, situating them in a techno-corporate setting through quotes, and adding digital artefacts (accessible through QR Codes), the works exhibited strive to occupy that same ever present moment of possible fake utopia.
Zwischen_Welten is the outcome of the 2016 design-projects class at the University of Performing Arts Ernst Busch’s contemporary puppetry arts program.

Participating students:
Katharina Halus, Tanja Wehling, Caroline Kühner, Johanna Kolberg, Karin Herrmann, Michaela Bangemann, Simon Buchegger, Nils-Stellan Fuhrberg, Andreas Pfaffenberger
Lecturer: Prof. Friedrich Kirschner

 

 

Zwischen_Welten

Während sich die Politik noch an den “postfaktischen” Zeiten abarbeitet, in denen wir laut unserer Bundeskanzlerin inzwischen angekommen sind, befindet sich die Technologiebranche in einem regelrecht prophetischen Optimismus. Ob es nun die künstliche Intelligenz ist, die unseren Arbeitsmarkt radikal verändern wird, oder der Plattform-Kapitalismus, der uns allen ermöglicht alles zu teilen und dadurch auch irgendwie Wert für uns und die Besitzer_Innen derselben Plattformen generiert, oder doch die Blockchain, die das Finanz- und Transaktionswesen elementar verändern wird und gleichzeitig jegliche Korruption ausradieren und eine fairere und optimiertere Verteilung von Reichtum ermöglicht - durch die Verwebung des physikalischen mit dem digitalen Raum haben insbesondere Technologieunternehmen die Verknüpfung von allem mit allem viel stärker als gestalterisches und ideologisches Moment für sich erkannt und genutzt als es die Politik momentan zu leisten vermag.

Das Silicon Valley probt schon jetzt das Grundeinkommen, weil es für seine zukünftigen Geschäftsmodelle unumgänglich ist. Uber investiert in eine Plattform voller selbstständiger Taxiunternehmer_Innen, denen es jetzt schon verkündet, dass sie durch Roboterautos um ihre Arbeit gebracht werden. Aber Arbeit muss ja ohnehin neu gedacht werden.
Während auf der politisch gesellschaftlichen Seite rationale Argumentation nicht mehr in Beziehung zu Handlungsfähigkeit steht, werden auf der technologisch ideologischen Seite wildeste Zukunftsvisionen entworfen, die unsere Gegenwart nur als Zwischenstation zu einer Welt voller Grundeinkommen, selbstfahrender Autos, und virtueller oder vermischter Realitäten zeichnen.
Das Spekulative überschreibt zunehmends unsere Sicht auf die Gegenwart - Grund genug sich mit dem Thema eben dieses zukünftig Spekulativen auseinanderzusetzen.
Mit Hilfe von Dioramen werden bildnerische Situationen und Räume beschrieben, die es geben kann, in einem weiteren Schritt werden diese Räume durch Zitate in den wirtschaftlich-technologischen Komplex verortet, und schließlich werden durch kleine, meist interaktive digitale Artefakte Handlungsräume in diesen fiktiven Szenarien beschrieben. Diese Artefakte sind über die am Schaufenster angebrachten QR-Codes auf dem Mobiltelefon abrufbar.
Zwischen_Welten ist entstanden im Rahmen des Gestaltungsprojektes des 40. Jahrgangs im Sommersemester 2016 an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Studiengang zeitgenössische Puppenspielkunst.

Beteiligte Studierende:
Katharina Halus, Tanja Wehling, Caroline Kühner, Johanna Kolberg, Karin Herrmann, Michaela Bangemann, Simon Buchegger, Nils-Stellan Fuhrberg, Andreas Pfaffenberger
Betreuender Dozent: Prof. Friedrich Kirschner

 

Installation mit analogem und digitalem Material

Installation: Katharina Halus, Tanja Wehling, Caroline Kühner, Johanna Kolberg, Karin Herrmann, Simon Buchegger, Nils-Stellan Fuhrberg, Michaela Bangemann, Andreas Pfaffenberger · Dozent: ­Friedrich Kirschner Interaktive Ausstellung · Eintritt frei
www.hfs-puppe.de

KRIPPENSPIELCASINO

Christoph Medicus


Fenster- und Foyerausstellung
Dezember 2017 bis Februar 2018

Vernissage: 1. Dezember 2017, 19 Uhr

 

Die Jahreswende in den Schaufenstern und im Foyer bestreitet Christoph Medicus als »Säger und Jammler«.
Er re- und neukombiniert über die Jahre Gesammeltes, setzt eine Glückssträhne als den Vater aller Dinge voraus und strickt eine Erzählung durch den Raum. Aus der Krippe alltäglich (un)bearbeiteter Assoziationen entspinnt sich (s)ein spielerisches Casino. Wer will und sucht, findet dabei auch gesellschafts- und tagespolitische Bezüge.
Fundsachen, Mobilés, Gegenfrottagen und Stecksysteme sind das Material, aus dem sich dieses Universum entfaltet.

Als Bezugssystem oder Einstiegshilfe sind hier folgende, mit den installierten Arbeiten und Materialien verknüpfte Sätze:

 

May the kings of the islands offer gifts?

Sometimes but close to reproductive success.

Miss Calculation's poetry is the working class heroin.

Problematic energetic territorial perspectives emerge technically.

Creating pressures on public authorities and private bodies.

We don't know our gods, but I guess they are smiling.

Your kids ain't got shit but play like Hallelujah.

Make one to make fun of each other.

Pro mundi beneficio.

 

http:/medicus.betakontext.de

STILLREBELL!ON

Fenster- und Foyerausstellung
Alexander Hector / Larissa Jenne / Salomé Klein
Oktober-Dezember 2017


Die Foyer- und Fensterausstellung gibt mit Fotografien, Videos und Objekten einen Einblick in die Arbeit der Forschungsresidenz 2017.

»Es lebt in unserem Innern. Es ist haarig und es regt sich. Wir haben es hervorgelockt. Jetzt, wo es da ist, wollen wir in seiner Haut weitergehen. Uns interessiert an der Rebellion, die nach außen wirkt, die sich im öffentlichen Raum reibt und ihn verändert, eher der innere Prozess, der ihr vorausgeht. Macht eine Gesellschaft, die Rebellion adaptiert und als gut kontrollierbaren Lifestyle integriert, diesen inneren Prozess wirkungslos? Wogegen rebellieren wir? WIR SUCHEN WEITER.«

Blog der Forschungsresidenz: https://rebellboy.wixsite.com/dasrebell

Trailer >>>


Forschungsteam: Alexander Hector, Larissa Jenne, Salomé Klein
Mentor: Helge-Björn Meyer

www.alexanderhector.com
www.larissajenne.com
www.salomeklein.de

WUNDERMASCHINEN

Fenster- und Foyerausstellung
Matthias Hanf
April 2016 bis August 2017


Legen Sie Ihre Hand behutsam auf die grüne Hand der Maschine (außen an der Fensterscheibe), dann passiert ein kleines Wunder, das hier natürlich nicht verraten wird.

Nur so viel: Mit Ihrem Händedruck werden Räder in Gang gesetzt – die Zeit rennt und bleibt plötzlich stehen, die schönen Trompeten blasen, das Wasser schäumt blutrot… bis jemand im Souffleurkasten erscheint und Ihnen eine Botschaft mit auf den Weg gibt.

Drei Installationen aus der Hand des Berliner Objekte-Tüftlers Matthias Hanf sind noch bis Sommer in den Fenstern und im Foyer der SCHAUBUDE BERLIN zu bestaunen.

www.wundermaschine.org

VARIATIONEN VOM WINTER

Foyerausstellung
Jara López Ballonga
Dezember 2016 bis Februar 2017

Neben dem kunstvoll gestalteten, schönen Animationsfilm, der vom Winterparadies und der Freude an der weißen Landschaft erzählt, präsentiert die bildende Künstlerin Jara López Ballonga textile Arbeiten, Collagen, ein Mobile und kleine Figurinen. Das Highlight ist jedoch ein eigens für die Ausstellung im Foyer der SCHAUBUDE BERLIN geschaffener großer Eisbär, der am Cafétisch sitzend, mal allein, mal neben vielen anderen Zuschauer*innen auf die Dinge zu warten scheint, die da kommen werden.

Jara López Ballonga lebt als freischaffende Künstlerin in Berlin.

www.jaralopez.com

HIRE ME I'M A FREAK

Fenster- und Foyerausstellung
Retrofuturisten
April bis August 2016

Theater ist flüchtig, lebt im Moment, auf der Bühne. Fällt der Vorhang, macht es PAFF und alles ist verschwunden. Und wo ist es gelandet? In einer ollen dunklen Kiste! Nein, bitte nein, das ist gemein!

Reich-Ranickis Riesenkopf neben einer flauschig-roten Alien-Maske auf einem Stapel von Skripten und Texten... Merkwürdige Dinge haben sich im RETROFUTURISTEN-Fundus angesammelt. Und all diese Figuren, Objekte und Bücher können von einem abenteuerlichen Bühnenleben erzählen. Also raus aus den Romanen! Ran an den Zeitgeist!

FOTOAUTOMAT | SUCHE / BIETE | HIRE ME I'M A FREAK

Wir schicken unsere Figuren in die Fotokabine, wo sie sich verewigen sollen. Der Fotoautomat, Objekt des urbanen Raums, Zeuge des Momentes, hält die Phantome des Theaters fest, bestätigt ihr Dasein. Die schwarz-weißen Automatenbilder stehen als neues Kunstwerk im Raum und bilden einen nächsten Schritt in der »Auswertungskette« der Theaterkunst. Und mit diesen Bildern schicken wir unsere Figuren auf Bewerbungsmarathon. Hire me! I'm a freak!

www.retrofuturisten.de

FENSTER WELTEN

Fensterausstellung
artisanen
Dezember 2016 bis Februar 2017

Diese Fenster sind mehr als Fenster, sie sind Bühnen, die wundervolle Einblicke geben. Gleich einem großen Adventskalender steht jede dieser gestalteten Bildkompositionen für eine Inszenierung der artisanen. Hoch oben träumt der kleine Prinz aus der Inszenierung »Nirgendwo« seinen Traum vom Fliegen, links wartet die Barbiepuppe mit Schafskopf auf den Wolf wie in »Ein Schaf fürs Leben« und im unteren Fenster erscheint als erst am Abend bei Lichte die Silhouette der »Weihnachtsgans Auguste«.
Man sieht und spürt bei beiden Fenstern die Liebe zum Detail, das wesentliche Merkmal der Handschrift des Künstlers und einzigartigen Artisanen Stefan Spitzer, der auch einen Findling, ein verwaistes Fenster, das vor dem Theater abgestellt wurde, liebevoll in seine Gesamtkomposition integriert hat.

Stefan Spitzer hat Puppenspielkunst an der HfS »Ernst Busch“ studiert und lebt als freischaffender Künstler in Berlin.

www.artisanen.com

Die Kleine Meerjungfrau

Fenster- und Foyerausstellung
von Engel-Schmidt-Produktion
Dezember 2015 bis März 2016

 

»In unseren Arbeiten versuchen wir eine sinnfällige Mischung aus Figuren-, Menschen- und Maskentheater. Jede Geschichte fordert ihre eigenen Bilder, Figuren, Musik und Sprache. Mit Leidenschaft und Herzblut gemacht, richtet sich Theater, wie wir es verstehen, gleichermaßen an das Gefühl und den Intellekt. Ausgangspunkt jeder Arbeit ist der Text. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser in dramatisierter Form oder als Prosa vorliegt.

Grundlage für die Inszenierung »Die kleine Meerjungfrau« (2012, Figurentheater Gera) waren das Original Märchen von Hans Christian Andersen und biografische Texte, die sich mit Andersens Leben, seiner Zeit, seinem Scheitern, seinen Ängsten, seinen Liebschaften auseinandersetzten. Uns erinnerte das Märchen auch an Tschechows »Drei Schwestern« (»Moskau, Moskau!«).

Motive und Anregung für die bildnerische Umsetzung waren alte Postkarten, historische Stiche und Porträts (Queen Victoria) sowie Kaufhauswerbung, wie sie Mitte und Ende des 19. Jahrhunderts üblich war.«

Frank Engel und Kerstin Schmidt (PDF)